Rathaus in Borken

Borken (Hessen) – Bergbaustadt mit mittelalterlichem Stadtbild

Borken im Hessischen Bergland sollte man nicht verwechseln mit der nordrhein-westfälischen Stadt gleichen Namens. Eine echte Besonderheit hat das hessische Borken zu bieten: In der Umgebung der Stadt wurde nicht nur im Tagebau, sondern auch unter Tage Braunkohle gefördert. Die Denkmale der Borkener Industriekultur lassen sich aufs Schönste mit einem Besuch der beschaulichen Altstadt Borkens und mit Ausflügen in die reizvolle Umgebung kombinieren. Dort, wo einst der Tagebau die Landschaft abgegraben hat, befinden sich heute sehr schöne Seen, die teils Naturschutzgebiet sind, teils für Freizeitaktivitäten genutzt werden können. Nur wenige Kilometer entfernt liegen der Knüllwald und der Nationalpark Kellerwald-Edersee, die auf Tagestouren erkundet werden können.

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Sehenswertes in Borken

Burg Borken – Namensgeber der Stadt

Die Anfänge Borkens gehen zurück auf das Frankenreich Karls des Großen. Benannt wurde die Siedlung nach der Burg Borken, die sich einst südlich der Altstadt auf einem Bergrücken erhob, von der aber heute nur noch geringe Reste zu sehen sind. In das Jahr 1317 fällt die Gründung der Stadt Borken, die seit dem 15. Jahrhundert zur Landgrafschaft Hessen gehörte. Durch die Bruderkriege der Landgrafen wurden Burg und Stadt zerstört, doch die Borkener bauten ihre Häuser bald wieder auf.

An die Zeit der Fehden und Rivalitäten des Adels erinnert auch ein gotisches Denkmal aus dem 15. Jahrhundert im Borkener Stadtteil Kleinengelis. Das sogenannte Kaiserkreuz trägt eine Inschrift, die auf die Ermordung des Herzogs Friedrich von Braunschweig und Lüneburg im Jahre 1400 hinweist.

Historisches Rathaus & Fachwerkbauten in der Altstadt

Aus der Zeit der Renaissance stammt das Historische Rathaus, das in einem schmucken Fachwerkbau aus dem Jahre 1611 untergebracht ist. Es bezeugt die Meisterschaft der traditionellen hessischen Baukunst. Viele wohlerhaltene Fachwerkbauten in der Altstadt, gelegen im Tal des Flüsschens Schwalm, geben Borken bis heute ein individuelles Gepräge. Das Fachwerkambiente ist typisch für die hessischen Städte und Dörfer der Region, die viele unentdeckte Kleinodien für das wache Auge bereithalten.

Die Evangelische Stadtkirche ist zwar ein Neubau des 19. Jahrhunderts, ihre Geschichte reicht jedoch bis ins 12. Jahrhundert zurück. Das vergoldete Giebelkreuz des Kirchturms erzählt bis heute davon.

Schloss Dillich in Borken
Neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten in Borken lohnt auch das Schloss Dillich einen Besuch.

Industriekultur in der Stadt: Großkraftwerk Main-Weser

Das moderne Bauen der Neuen Sachlichkeit hat ein eindrucksvolles Zeugnis der Industriekultur in Borken hinterlassen: Das Großkraftwerk Main-Weser entstand in den frühen 1920er Jahren nach den Plänen der bedeutenden Industriearchitekten Edgar Issel und Werner Klingenberg. Das Gebäude wurde als Industriedenkmal erhalten, nachdem der Kraftwerksbetrieb im Jahre 1991 eingestellt worden war.

Kirchturm, Wasserturm und Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum Borken

Doch am höchsten thront nicht der Kirchturm über der Stadt mit ihren etwa 13 000 Einwohnern, sondern der Wasserturm aus den frühen 1970er Jahren. Heute gilt der schmale, elegante Turm als ein Wahrzeichen Borkens. Erst im Jahre 1988 ist die Kohleförderung eingestellt worden. Das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum Borken mit seinem Themenpark Kohle und Energie ermöglicht einen tiefen Einblick in die Industriekultur der Region. Ein riesiger Braunkohlebagger ist ausgestellt und kann betreten werden, auch ein rekonstruierter Stollen lädt zu einem eindrucksvollen Besuch ein. Hier wird dem Besucher auf sehr anschauliche Weise das Alltags- und Arbeitsleben der Bergleute unter Tage vermittelt und ihre Leistung gewürdigt. Auch mitten in der Altstadt, in einem reizvollen Fachwerkhaus, kann die Geschichte des Braunkohlebergbaus nacherlebt werden.

Borkener Stadtfest, Nordhessischer Wecke- und Wurstmarkt, Weihnachtsmarkt

In Borken locken verschiedene Feste im Jahreslauf, darunter das Borkener Stadtfest und der zünftige Nordhessische Wecke- und Wurstmarkt, die beide im September stattfinden. Die Stadt und das Hessische Bergland sind auch im Winter eine Reise wert: Weiß überzuckert präsentieren sich die Berghänge und Wälder, ein traditionsreicher Weihnachtsmarkt lockt. Erholung, Architektur, Geschichte, Industriekultur, Natur, Wandern und Sport – im hessischen Borken und seinem Umland kann man eine äußerst abwechslungsreiche, unvergessliche Zeit verbringen.

Freizeitangebote in Borken

Sonnenbaden, Schwimmen, Tauchen, Beachvolleyball, Surfen und Aqua-Golf im Borkener Seenland

Bei Ausflügen in die Umgebung lohnt es sich, das Borkener Seenland zu erkunden. Der Borkener See ist heute ein Biotop, dessen Ufersaum gerne von rastenden Vögeln besucht wird. Aus einer ehemaligen Braunkohlegrube wurde ein wertvolles Naturschutzgebiet. Andere Seen, die ihre Entstehung ebenfalls der Renaturierung nach dem Ende des Braunkohletagebaus verdanken, eignen sich wunderbar für das Sonnenbaden, Schwimmen und Tauchen, aber auch für Beachvolleyball, Surfen und Aqua-Golf.

Borken - Borkener See
Der Borkener See sorgt für Abwechslung im Urlaub in Borken. Diverse Wasseraktivitäten finden am See viel Zuspruch.

Wanderwege, Radtouren und Mountainbike-Touren

Natürlich sind erholsame und eindrucksvolle Spaziergänge in den Seen-Landschaften möglich. Neben dem Borkener See gibt es noch die Stockelache, den Singliser See und den Gombether See, die alle unmittelbar benachbart sind. Wer gerne Natur und Kultur mit dem Fahrrad erkundet, ist in Borken und Umgebung ebenfalls bestens bedient: Es gibt an die 20 Radtouren sowie Mountainbike-Touren zur Auswahl. Ob rasant die Berge abwärts brausen, gemütlich an der Schwalm entlang die Flusslandschaft genießen oder ausgedehnte Radwanderungen durch das Hessische Bergland unternehmen – fast alles ist möglich auf Drahteseln aller Bauarten. Borken und seine Umgebung gelten zu Recht als ein Paradies für Radfahrer.

Ausflugsziele rund um Borken

Es lohnt sich sehr, die bergige Umgebung der Stadt zu erkunden: Nur etwa 15 Kilometer von Borken entfernt erhebt sich der sagenumwobene Knüllwald. Hier ist es möglich, ursprüngliche Natur zu erleben und anspruchsvolle Wanderungen durch tiefe, unberührt scheinende Wälder zu unternehmen.

Nationalpark Kellerwald-Edersee

10 Kilometer westlich von Borken liegt der Kellerwald, der von ausgedehnten Buchenwäldern geprägt ist. In seiner Mitte befindet sich der Edersee, der als Stausee aus dem Fluss Eder entstand. Die wertvolle Naturlandschaft wurde im Jahre 2011 zum einzigen Nationalpark Hessens erklärt, dem Nationalpark Kellerwald-Edersee. Dieser gehört sogar zur UNESCO-Weltnaturerbestätte der wertvollsten Buchenwälder Europas. Zur Erkundung der Urwälder eignet sich besonders der Urwaldsteig Edersee, der an naturbelassenen Eichen- und Buchenwäldern vorbeiführt, die so fantasievolle Namen tragen wie Salzkopf, Wooghölle oder Arensberge. Es ist auch möglich, auf Tuchfühlung mit den Baumkronen zu gehen, wenn man sich auf den TreeTopWalk, den Baumkronenweg am Edersee hinauf wagt.

Unterkünfte

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Hotels in Borken

Copyrights für die Fotos:

Rathaus in Borken, GeorgDerReisende Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Schloss Dillich, Cosal – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Borkener See, Oliver Deisenroth – Eigenes Werk, Public Domain, Wikimedia Commons
Ferienhaus, xesisex auf Pixabay
Hotelzimmer, Salochin, Pixabay