Fuldaer Stadtschloss
Das Fuldaer Stadtschloss ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum aktuellen Hessentag. Außerdem erwartet Sie hier eine Liste der vorangegangenen Hessentage mit Besucherzahlen.

Hessentag 2023 in Pfungstadt

Zwischen dem 02. – 11.06.2023 soll der 60. Hessentag stattfinden. Zum Jubiläum wird der Hessentag zum zweiten Mal nach 1973 von Pfungstadt ausgerichtet. Unter dem Hessentags-Motto „Pfungstadt zieht an“ wird die Stadt für den zu erwartenden Besucher-Ansturm herausgeputzt. Die Stadtoberen erhoffen sich von der Großveranstaltung aber nicht nur viele Gäste, sondern einen nachhaltig positiven Einfluss auf die Entwicklung der Stadt.

Update: Hessentag in Haiger 2022 ebenfalls abgesagt

Wie schon zu befürchten war, muss auch der Hessentag 2022 in Haiger ausfallen. Die Haigerer Stadtverordnetenversammlung zog die Reißleine und beschloss eine Absage des hessischen Landesfestes. Das Risiko der nach wie vor hohen Corona-Zahlen und die vielen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Pandemie ließen den Angeordneten keine andere Wahl. Bleibt also nur, auf den Hessentag zwischen dem 02. – 11.06.2023 in Pfungstadt zu hoffen.

Update: Hessentag 2021 in Fulda fällt aus

Nun fällt wie, schon viele andere Großveranstaltungen zuvor, auch der Hessentag 2021 in Fulda der Corona-Pandemie zum Opfer. Die Stadt Fulda als Veranstalterin hat in Absprache mit dem Bundesland Hessen den Hessentag kürzlich abgesagen müssen. Er war sorgsam geplant, und das Sicherheitskonzept schien stimmig. Doch Fulda ist inzwischen zu einem der Corona-Hotspots im Bundesland Hessen geworden. Wie sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird, kann angesichts der zu erwartenden aggressiven Virus-Mutationen niemand voraussehen. Ebenso steht in den Sternen, ob die inzwischen angelaufenen Corona-Impfungen noch rechtzeitig und bei der Mehrheit der Bevölkerung hätten Abhilfe schaffen können. Höchstwahrscheinlich nicht. Somit ließ die Pandemie der Stadt keine andere Wahl.

Die Hessen hatten sich gerade in dieser veranstaltungsarmen Zeit sehr auf das Großereignis gefreut, welches überwiegend im Freien hätte stattfinden können. Gute Voraussetzungen eigentlich, um wenigstens einen Teil der kreativen Pläne zu verwirklichen. Umso größer wiegt nun die Enttäuschung bei den Bürgern und Veranstaltern. Doch die Sicherheit geht immer vor und deshalb entschied man sich, die Gesundheit der Besucher und Akteure nicht unnötig gefährden zu wollen. Die nachfolgenden Pläne aus unserem früheren Bericht sind damit überholt und die Veranstaltungen allesamt abgesagt.

Wer bezahlt das alles?

Eine Veranstaltung wie den Hessentag auf die Beine zu stellen, kostet schon in der langfristigen Vorbereitung meist einige Millionen Euro. So auch beim Hessentag 2021 in Fulda. Selbst eine ausgefeiltes, wettbewerbsfähiges Bewerbungskonzept ist heutzutage eine teure Angelegenheit.  Ein Teil der immensen Gelder sind bereits früher in Form von Fördermitteln vom Land geflossen. Doch damit lassen sich nicht alle Ausfälle aus den nun zwangsläufig stornierten Verträgen kompensieren. Der Stadt Fulda wurde vom Land Hessen immerhin schnell und unbürokratisch eine großzügige Unterstützung für die möglicherweise entstandenen finanziellen Schäden zugesagt. Von bis zu 2 Millionen ist die Rede.

Die schon geflossenen Fördergelder stecken allerdings bereits in Projekten wie dem Wegesystems im Schlossgarten, dem Kulturhof, den Radwegen und der Brücke in der Fulda-Aue oder auch der optimierten Tourismus-Information. Das sind immerhin erfreuliche Resultate der Hessentags-Vorbereitung, aus denen die Fuldaer noch lange Nutzen ziehen können. Ansonsten hat Fulda geschickt agiert und überwiegend Verträge mit Corona-Klauseln geschlossen, sodass die Stadt vermutlich mit einem blauen Auge davonkommt.

Die wirklich Leidtragenden sind Akteure, Händler, Reiseveranstalter, Restaurantbetreiber und Gastgeber, die erneut keine Einnahmen haben werden. Diese Branchen sind von der Pandemie mit am schlimmsten betroffen und brauchen noch mehr und vor allem schnelle Unterstützung, um mit ihren Geschäften zu überleben.

Pläne für den Hessentag 2021

Der Hessentag 2021 soll vom 21. bis 30. Mai 2021 in Fulda stattfinden. Das neue Hessentags-Paar lächelt fleißig in die Kameras, das Konzept unter dem Motto „Foll hessisch“ steht und erste Konzerte werden angekündigt. Eigentlich alles wie immer, wäre da nicht die Corona-Pandemie. Doch die Informationen der Stadt Fulda stimmen zuversichtlich, dass der Hessentag 2021 wie geplant stattfinden wird und nicht wie zuletzt in Bad Vilbel der Pandemie zum Opfer fällt.

Fuldas Entscheidung pro Hessentag ist mutig, denn dadurch kommen Investitionen in Millionenhöhe auf die Stadt zu. Ein großes Risiko in diesen unsicheren Zeiten. Ein Blick auf die Besucherzahlen früherer Hessentage verrät aber auch, wie wichtig das Großereignis alljährlich im hessischen Veranstaltungskalender ist. Gerade jetzt wünschen sich die Menschen nicht nur Abwechslung, sondern auch ein Stück weit Normalität, wozu der traditionelle Hessentag zählt.

Unabhängig vom kurzfristigen Erfolg können sich die Fuldaer über langfristige Effekte des Hessentages freuen, denn durch die Vorbereitung entsteht viel Neues in der Stadt. Dank umfangreicher Förderung werden die Radwege rund um Fulda ausgebaut, wozu auch eine neue Radbrücke in der Fulda-Aue gehört. Selbst die Wege im Fuldaer Schlossgarten werden im Rahmen der Festvorbereitungen erneuert.

Fulda plant den Hessentag 2021 kreativ und flexibel, um auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen vorbereitet zu sein. Welche Veranstaltungen und Konzerte überhaupt zu 100% stattfinden können, ist aufgrund der Corona-Situation noch unklar. Im März soll die Situation noch einmal abschließend bewertet werden, da spätestens ab April mit den Aufbauarbeiten begonnen werden muss.

Ausstellungen und Veranstaltungen

Konzerte und Tanz

Stand jetzt wird es keine große Konzertarena mit Mega-Events geben. Auch Partys und Tanzveranstaltungen werden beim Fuldaer Hessentag vermutlich ausfallen. Dennoch sind schon erste Konzerte in kleinerem Rahmen auf der Webseite angekündigt. Die Besucher dürfen sich auf den Alpenrocker Hubert von Goisern, den aus Voice of Germany bekannten Singer-Songwriter Nico Santos, Joris, die Amigos, Suzie Quatro und die Revival Band ABBA Gold freuen. In diesem Konzertprogramm ist für jede Altersgruppe etwas dabei.

Festumzug

Das Schicksal des historischen Festumzuges steht noch in den Sternen. Fulda will den traditionellen Höhepunkt der Festlichkeiten, auf dem sich normalerweise Vereine, Organisationen und Musikgruppen miteinander präsentieren, nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Momentan entwickelt die Stadt alternative Formate, die eine Einhaltung der Hygienevorschriften erlauben.

Ausstellungen

Einer der wichtigsten Anziehungspunkte auf dem Hessentag 2021 wird die Sonderschau „Natur auf der Spur“ in den 2,5 Hektar großen Fulda-Auen sein. Corona-gerecht unter freiem Himmel sollen den Besuchern Themen rund um Natur, Klimaschutz, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit nähergebracht werden. Ganz besonders für Kinder, die heute kaum mehr eine Chance haben selbst mit Tieren aufzuwachsen, wird das eine interessante Sache. Natürlich kommen die kulinarischen Genüsse dabei nicht zu kurz. Auch Direktvermarkter und Anbieter für ländlichen Tourismus wird man dort antreffen.

Im Rahmen der Landesausstellung auf der Ochsenwiese und in der Festhalle werden sich Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen präsentieren können.

Das Barockviertel vor dem Fuldaer Dom ist als Schaufenster für regionale Kultur und Kulinarik geplant.

Nicht zuletzt kann man im Hessentags-Jahr auch auf historischen Spuren wandeln. Parallel zum 60. Jubiläum des Hessentages wird auch der 75. Jahrestag der Demokratie in Hessen wird gefeiert. Am 1. Dezember 1946 trat nach einer Volksabstimmung die erste demokratische Verfassung des Landes in Kraft. Ausstellungen zur Demokratiegeschichte werden im Vonderaumuseum und im Plenarsaal der Stadt gezeigt. Zudem kann man bei einem Bummel durch die Innenstadt weitere Orte der Demokratie entdecken. Zeitzeugen werden aus ihren Erinnerungen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg berichten.

Sicherheitskonzept: Gesundheit geht vor

Wie das Konzept schon verrät, geht die Erhaltung der Gesundheit der Besucher bei allen Veranstaltungen vor.  Für die Ausstellungen und Veranstaltungen wurde ein ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt.
Neben den üblichen Infektionsschutz-Regeln für Veranstaltungen soll der Zutritt über personalisierte Online-Tickets geregelt werden. Wer vor Ort bezahlen will, soll der soll das bargeldlos erledigen können. Für die Zutrittsregulierung ist zusätzlich ein Ampel-System geplant. Lange Wartezeiten und Warteschlangen will man möglichst vermeiden. Natürlich soll es auch keine Gruppenunterkünfte geben.

Die meisten Veranstaltungen wird man im Freien abhalten. Um die Veranstaltungen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, sind Online-Streams Dienste und Video-Konferenzen geplant. Genutzte Räume sollen regelmäßig gelüftet und möglicherweise auch durch UV-C Luft Sterilisation entkeimt werden. Regelmäßige Reinigungen von Räumen und Einrichtungen sowie Desinfektionen von Gegenständen sind außerdem geplant.

Fazit: Fulda hat trotz der erschwerten Umstände ein interessantes Konzept für den Hessentag 2021 entwickelt, dem man nur viel Erfolg wünschen kann!

Ausblick auf die kommenden Hessentage

Geplante Veranstaltungsorte
60. 2021 Fulda
61. 2022 Haiger
62. 2023 Pfungstadt
63. 2024 Fritzlar
64. 2025 Bad Vilbel

Frühere Hessentage mit Besucherzahlen

 

 

lfd. Nr. Jahr Veranstaltungsort Besucherzahl
1. 1961 Alsfeld 40.000
2. 1962 Michelstadt 40.000
3. 1963 Hanau 60.000
4. 1964 Kassel 430.000
5. 1965 Darmstadt 350.000
6. 1966 Friedberg 120.000
7. 1967 Bad Hersfeld 150.000
8. 1968 Viernheim 150.000
9. 1969 Gießen 200.000
10. 1970 Wiesbaden 200.000
11. 1971 Eschwege 160.000
12. 1972 Marburg 250.000–485.340
13. 1973 Pfungstadt 160.000
14. 1974 Fritzlar 230.000
15. 1975 Wetzlar 370.000
16. 1976 Bensheim 345.000
17. 1977 Dreieich 450.000
18. 1978 Hofgeismar 300.000
19. 1979 Friedberg 350.000
20. 1980 Grünberg 275.000
21. 1981 Bürstadt 300.000
22. 1982 Wächtersbach 300.000
23. 1983 Lauterbach 300.000
24. 1984 Lampertheim 400.000
25. 1985 Alsfeld 400.000
26. 1986 Herborn 350.000
27. 1987 Melsungen 400.000
28. 1988 Hofheim am Taunus 450.000
29. 1989 Frankenberg 480.000
30. 1990 Fulda 700.000
31. 1991 Lorsch 580.000
32. 1992 Wolfhagen 680.000
33. 1993 Lich 860.000
34. 1994 Groß-Gerau 680.000
35. 1995 Schwalmstadt 760.000
36. 1996 Gelnhausen 660.000
37. 1997 Korbach 700.000
38. 1998 Erbach 520.000
39. 1999 Baunatal 1.060.000
40. 2000 Hünfeld 710.000
41. 2001 Dietzenbach 1.100.000
42. 2002 Idstein 925.000
43. 2003 Bad Arolsen 780.000
44. 2004 Heppenheim (Bergstraße) 915.000
45. 2005 Weilburg 840.000
46. 2006 Hessisch Lichtenau 580.000
47. 2007 Butzbach 1.100.000
48. 2008 Homberg (Efze) 810.000
49. 2009 Langenselbold 1.000.000
50. 2010 Stadtallendorf 1.100.000
51. 2011 Oberursel (Taunus) 1.375.000
52. 2012 Wetzlar 1.215.000
53. 2013 Kassel 1.830.000
54. 2014 Bensheim 1.325.000
55. 2015 Hofgeismar 750.000
56. 2016 Herborn 940.000
57. 2017 Rüsselsheim am Main 1.400.000
58. 2018 Korbach 845.000
59. 2019 Bad Hersfeld 862.000
2020 Bad Vilbel Wegen Coronapandemie abgesagt.
2021 Fulda Wegen Coronapandemie abgesagt.
2022 Haiger Wegen Coronapandemie abgesagt.
60. 2023 Pfungstadt

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Fuldaer Barockviertel von Frank P. auf Pixabay